12.07.2018

5 Gebote für gute Moderation

Ein Moderator hilft, Gespräche so zu lenken, dass Menschen in einen guten Austausch miteinander kommen. Idealerweise stammt dieser Navigator nicht aus den eigenen Reihen. Das bringt den großen Vorteil, dass ein externer Moderator von allen Beteiligten als neutrale Instanz anerkannt wird. Er hat also keine »politische Richtung«. Er ist unparteiisch. Er vermittelt das Gefühl, niemanden manipulieren zu wollen. Somit führt ein Moderator den Prozess, nicht den Inhalt.

Haltung statt inhaltliches Engagement

Ein zu sehr inhaltlich engagierter Moderator nimmt schnell den eigentlichen Rednern die Präsenz. Das bedeutet nicht, dass er inhaltslos moderieren soll. Ein guter Moderator sollte neugierig sein, journalistisch fragen. Er stellt die Fragen, die dem Publikum auf der Zunge liegen. So wird er nicht als Experte wahrgenommen, sondern als jemand, der den Prozess steuert, ohne ihn in eine Richtung biegen zu wollen. Mit dieser Haltung bietet er allen Beteiligten Sicherheit und eine positiv-kritische Distanz zu den Inhalten. Ein Moderator aus dem eigenen Haus verfügt nicht über eine solche Distanz, bringt eher eine entsprechend subjektive Einstellung zum Thema ein.

Was ein guter Moderator können/haben sollte:

1. Spontan mit komplexen Situationen umgehen. Hat ein Moderator Erfahrung in der Live-Moderation, ist er geübt im Umgang damit? Kann er im Bedarfsfall improvisieren? Im Interview können Sie das schnell herausfinden.

2. Neugierig auf die Ziele des Auftraggebers sein. Lassen Sie ihn am Ende Ihres Kennenlern-Gesprächs mit eigenen Worten zusammenfassen, worum es Ihnen geht – hat er Ihre Zielsetzung und Rahmenbedingungen verstanden? Achten Sie darauf, dass er Ihnen die richtigen Fragen im Briefing-Gespräch stellt. Sie werden schnell feststellen, ob er bemüht ist, Ihre Erwartungen zu verstehen.

3. Herausfinden, welche Sprache die Zielgruppe spricht. Welche Argumente kommen bei der Zielgruppe an, welche nicht? Kann die Zielgruppe dem Geschehen auf der Bühne folgen? Gelingt es ihm, sie wieder »ins Boot« zu holen, indem er Schlüsselbotschaften sendet, Kernsätze sagt, nochmals hinterfragt? Letztendlich ist der Moderator der Übersetzer zwischen den Agierenden auf der Bühne und dem Auditorium.

4. Die wichtigen Aussagen für die Zielgruppe filtern. Referenten oder Redner vermitteln häufig sehr viele Informationen, die die Zielgruppe in dieser Menge nicht aufnehmen kann. Ein Moderator sollte daher die für das Auditorium wichtigen Aussagen herausfiltern und erneut fokussiert darstellen – eine Essenz für die Zielgruppe.

5. Stimmungen im Publikum erkennen und steuern. Mit der Zeit kann sich Unaufmerksamkeit einstellen, sodass der Moderator das Publikum wieder in das Geschehen hineinholen muss. Er bringt den Prozess wieder auf die richtige Bahn.

Alles in allem ist es die Aufgabe eines Moderators, die Referenten und Gesprächspartner in Szene zu setzen, für sie den roten Teppich auszurollen ohne gleich selber drüber zu laufen. Selbstinszenierung ist hier fehl am Platz. Es geht darum, dem Auditorium Appetit auf den nächsten Referenten, den nächsten Programmpunkt zu machen. Also ... setzen Sie auf einen erfahrenen Eventmoderator für Ihre nächste Veranstaltung. Damit diese zu einem vollen Erfolg wird.

Go for it!

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