Wearables: Gamechanger in der präventiven Medizin?

Wearables als Meßinstrumente

Wearables sind in aller Munde. Da wird die Zukunft greifbar. Man benutzt ein Kleidungsstück oder ein Armband um wichtige Körperdaten zu messen und dann gleich an das eigene Smartphone oder direkt an den behandelnden Arzt weiterzuleiten. Was noch vor kurzem in Science Fiktion Filmen als Attraktion galt, ist inzwischen Realität geworden.

Aber Können Wearables wirklich die Gesundheit verändern? Oder verändern Sie nur unseren Blick auf die Gesundheit und unsere Daten? Wer unter einer schweren Erkrankung leidet, wünscht sich häufig, es früher gewusst zu haben. Ernsthafte Einschnitte in unser Leben, beispielsweise ein Herzinfarkt, kündigen sich häufig über einen langen Zeitraum an. Doch wir erkennen die Anzeichen nicht, verdrängen diese und müssen im schlimmsten Fall damit rechnen, dass unser Leben plötzlich endet. Können hier Wearables tatsächlich unserer Bewusstsein für unsere Gesundheit verändern?

Die Medizin als Wissenschaft der Daten

Unser Körper produziert zu jeder Zeit des Tages enorm viele Daten. Genau diese Daten können genutzt werden, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder deren Ausbruch sogar zu verhindern. Doch war bringt uns dies, wenn diese Daten nicht ausgelesen und ausgewertet werden können? Aus diesem Grund wandelt sich aktuell die Medizin zu einer Datenwissenschaft. Es ist also nicht verwunderlich, dass in der medizinischen Forschung nicht mehr die klassischen Pharmafirmen die Nase vorn haben, sondern die Forschungsbudgets von Google oder auch Amazon deren Budgets weit in den Schatten stellen.

Daten erkennen, Daten erfassen, Daten nutzen

Ein Flugzeug ist ein gutes Beispiel. Während eines Fluges werden alle Daten aufgezeichnet und aufgenommen. Die wichtigsten Daten stehen den Piloten im Cockpit jederzeit zur Verfügung. Doch auch alle anderen Daten werden gesammelt und an die Hersteller der Flugzeuge weitergeleitet. Trillionen Datensätze strömen Tag für Tag zu Firmen wie Airbus, welche diese Daten erfassen und analysieren, um den Flugbetrieb für uns alle sicherer zu gestalten. Bei uns Menschen sieht es hingegen ganz anders aus. Auch wir „produzieren“ tagtäglich Millionen Datensätze. Doch obwohl messbar und somit registrierbar, werden die meisten Signale unseres Körpers von uns nicht einmal wahrgenommen. Man muss es so hart sagen, aber Flugzeuge unterliegen einer weitaus besseren Wartung, als wir Menschen.

Der Mensch und seine Gesundheitsdaten

Wenn bei uns Datensätze erhoben werden, dann meist im Zuge von Routine-Untersuchungen oder bei bereits vorliegenden Erkrankungen. Der Blutdruck wird beispielsweise meist nur beim Arzt gemessen und dort unter Laborbedingungen. Wer wegen des Termins nervös ist, verfälscht also automatisch die Messwerte. Leistungsstarke Wearables können uns helfen, genau diese Punkte zu verändern. Denn gute und praxistaugliche Wearables erlauben es uns, die notwendigen Messungen dauerhaft und in unseren Alltag integriert durchzuführen.

Wie Wearables die Gesundheit verändern

Hochwertige und vor allem klar kalibrierte Wearables erlauben es uns, Vitalfunktionen in Relation zu Alltagssituationen und alltäglichen Belastungen zu setzen und diese aufzuzeichnen. Ärzte können sich somit ein viel genaueres Bild von unserer Gesundheit machen und somit zielgenauer reagieren. Doch ehe Wearables unsere Gesundheit verändern, stehen noch einige Hürden im Raum, die es zu überwinden gilt. Zum einen der Punkt der Sicherheit. Sollen Wearables unsere Gesundheit verändern können, müssen diese nach einem klaren Zulassungsverfahren auf den Markt gebracht werden.

Schließlich müssen belastbare Daten anfallen, welche für Mediziner für Diagnosen genutzt werden können. So gut Wearables wie Smartwatches sind, diese erfüllen genau diese Punkte aktuell noch nicht. Zudem gilt es auch zu klären, was mit den Daten passiert. Wie müssen die Kontrollmechanismen aussehen, damit die von den Daten erhobenen Wearables nicht in falsche Hände gelangen? Hier warten noch viele Aufgaben auf Mediziner, Forscher und Gesetzgeber, welche schnellstmöglich besprochen und behandelt werden müssen. Denn Wearables können effektiv auch meine Gesundheit verändern. Es müssen nur die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

 

Für heute gibt es wieder eine Whats Next Frage an alle Ärzte und Patienten:

Welche Funktionen von einem Wearable halten Sie für besonders wichtig?

Ich bin gespannt auf Ihre Meinung!

Herzlichst Ihr Gerd Wirtz
www.facebook.com/Dr.Gerd.Wirtz

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1 Kommentar zu „Wearables: Gamechanger in der präventiven Medizin?“

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